Nächsten Samstag ist es soweit: ich werde meine erste Nacht in Kiel verbringen, und damit endgültig in meine neue Heimatstadt ziehen. Meine Güte, hab ich das lange hinausgezögert…!
Das hatte vor allem den Grund, dass ich nicht zu früh Abschied nehmen wollten von den Leuten die ich gern hab und vermissen werde - obwohl sie nur eine Autostunde entfernt sind.
Der Gedanke meinen Alltag in einer fremden Stadt zu verbringen ist gleichzeitig aufregend und einschüchternd. Und irgendwie macht mich das melancholisch und ich wünsche mir, wieder Kind zu sein und das Wort Selbstständigkeit nicht zu kennen.
Gleichzeitig habe ich mir diese Freiheit, die zum Greifen nah ist, so oft und so sehr herbeigewünscht! Dieser Zwiespalt macht mich wahnsinnig.
Außerdem scheine ich (bzw das Schicksal) kein Gespür für Timing zu haben. Wie auch immer, noch kann ich die Situation nicht beurteilen und es wird sich zeigen wie sich alles entwickelt.
Es waren zwei Königskinder,
die hatten einander so lieb;
sie konnten zusammen nicht kommen,
das Wasser war viel zu tief.
»Ach Liebster, könntest du schwimmen,
so schwimm doch herüber zu mir!
Drei Kerzen will ich anzünden,
und die sollen leuchten zu dir.«
(aus einem deutschen Volkslied)
Auch ein sehr interessanter Artikel:
http://www.zeit.de/campus/2006/35/fernbeziehung