Uni-Studie: Untreue möchten gerne treu sein
Die überwiegende Zahl der Frauen und Männer, die fremdgehen, liebt ihren Partner und würde ihm auch gerne treu sein. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Göttingen, wie das Nachrichtenmagazin «Focus» am Sonntag vorab berichtet. Der Psychologe Ragnar Beer habe für seine Forschungsarbeit 2600 heterosexuelle Frauen und Männer interviewt, die ihrem Partner untreu geworden waren. Dabei gaben den Angaben zufolge über 80 Prozent der Fremdgänger an, sie liebten ihren Partner. Etwa eben so viele hätten geäußert, es sei ihnen wichtig, dem Partner treu zu sein - wie auch sie sich vom Partner sexuelle Loyalität wünschten.
Als Motiv für Seitensprünge habe Studienleiter Beer die Flaute in Ehebetten ermittelt. «Wir können anhand der Studie ganz klar sagen: Etwa vier von fünf Befragten haben sich für den Seitensprung entschieden, weil sie in ihrer Partnerschaft sexuell unzufrieden sind», sagte Beer.
Die Studie im Projekt «Theratalk» der Georg-August-Universität zeigt den Angaben zufolge auch, dass der klassische One-Night-Stand eher ein Mythos ist. Nur 12 Prozent der untreuen Frauen und 15 Prozent der untreuen Männer lassen sich auf ein Abenteuer für eine Nacht ein. Etwa 60 Prozent der Befragten gaben an, ihre Affären dauerten länger als einen Monat, und von diesen lief wiederum etwa die Hälfte länger als ein halbes Jahr. Außerdem sind etwa 50 Prozent der Untreuen Wiederholungstäter.
Quelle:
ddp